Unser Konzept

Pädagogisches Konzept des Stifts-Kindergartens

Grußwort des Kirchenvorstands

Der  Stifts-Kindergarten

Die PISA-Studie der EU hat Eltern, Erzieher­innen und Lehrer­Innen ver­unsichert. Was müssen Kinder wann lernen? Wie lernen sie es am besten? Wie werden junge Menschen in die Grundlagen unserer Kultur eingeführt?

Erinnern Sie sich an Ihre Lehr- und Lernzeiten? Ich habe am besten die Dinge gelernt, die ich selber lernen wollte. Stunden-, tagelang konnte ich Dinge probieren, solange bis etwas funktioniert hat. Das dabei erworbene Wissen ist mir bis heute geblieben. Dankbar sehe ich heute, wo meine Eltern und Lehrer mir Anregungen zu solchem Experimentieren gegeben haben. Reinen Lernstoff, Pflichtlektüren hingegen konnte ich allenfalls bis zur nächsten Prüfung behalten.

Im Stifts-Kindergarten versuchen wir, Ihrem Kind bei solch eigenem Lernen zu helfen. In der Vielfalt des offenen Hauses müssen sich die Kinder ihren Platz suchen, Schwerpunkte setzen und Freundschaften schließen. Wir glauben, dass das die beste Vorbereitung für ein Leben in dieser multimedialen Welt ist.

Immer wieder wurde und wird auch im Kirchenvorstand über das Konzept nachgedacht. Wir sind der Überzeugung, dass die offene Pädagogik unserer Kindertagesstätte zur Zeit die beste Vorbereitung auf schulische und außerschulische Herausforderungen bietet.

Natürlich wird niemand auf diesem Weg allein gelassen. Die Erzieherinnen stehen den Kindern mit Anregungen und Tipps zur Seite. Kreative Angebote und Projekte ermutigen die Kinder Neues zu probieren und Begabungen zu entfalten. Durch Elternabende und Einzelgespräche werden Sie bei Ihrer Erziehung innerhalb der Familie unterstützt. Die Kindertagesstätte kann und will jedoch nur familienergänzend erziehen.

Als evangelische Kindertagesstätte sind wir bemüht, mit den Kindern auch Grundlagen des christlichen Glaubens zu erproben. Gottesdienste und religionspädagogische Projekte sind in unserem Konzept fest verankert. Als Pastor bemühe ich mich, den Kindern Selbstachtung aus Gottes Liebe zu vermitteln. Die räumliche Nähe von Kindertagesstätte und Stiftskirche ist ein Schatz, den wir durch regelmäßige Besuche pflegen.

Bei dir, Gott, ist die Quelle des Lebens und in deinem Licht sehen wir das Licht. (Psalm 36, 10)

Für den Kirchenvorstand der Stiftskirchengemeinde, Pastor Thomas Gleitz

Unsere Rahmenbedingungen

Der Stiftskindergarten in der Hindenburgstraße erlebte seine Einweihung 1953. 1996 wurde er auf dem historischen Stiftshügel neu erbaut und um eine Gruppe erweitert. Die Kinder unseres Hauses gehören allen sozialen Schichten an, kommen vor allem aus der Kernstadt von Wunstorf und gehören schwerpunktmäßig zum Einzugsgebiet der Stadtschule in der Nordstraße.

Unsere Kindertagesstätte ist eine lebendige Einrichtung, bestehend aus 3 Kindergartengruppen, einer Familien- und einer Hortgruppe. Insgesamt werden bei uns bis zu 115 Kinder in der Zeit von 7.30 h - 17.00 h betreut, einschließlich Sonderöffnungszeiten. 

Unser Träger ist der Ev.-Lutherische Kirchenkreis Neustadt - Wunstorf.

Unsere  Kindertagesstätte  liegt direkt  im Zentrum der Stadt Wunstorf, auf dem Stiftshügel. Die Kindertagesstätte liegt direkt neben der Kirche und dem Gemeindehaus der Stiftskirchengemeinde, mit der wir eng zusammenarbeiten.

Betreut werden die Kinder von einem dynamischen Team bestehend aus fünfzehn  pädagogischen Fachkräften. Wir haben eine Küchen- und 2 Reinigungskräfte. 

In unserer Einrichtung sind alle Kinder und Eltern herzlich willkommen.

Wir über uns

Wir arbeiten nach dem Konzept des offenen Kindergartens. Ein Lebens- und Erfahrungsraum zum Wohlfühlen für Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen.

Für das offene Konzept in unserer pädagogischen Arbeit haben wir uns entschieden, um die Kinder in Ihrer Entwicklung zu begleiten und zu unterstützen.

Kinder lernen durch aktive Auseinandersetzung mit ihrer Umwelt, durch alltägliches Tun, durch Wahrnehmung und Bewegung und durch Lebensnähe. Dies bietet unsere Einrichtung Ihren Kindern.

In unserer Einrichtung sind folgende Bereiche vorhanden:    

ein Bau- und Konstruktionsbereich, ein Rollenspielbereich, ein Ruhe- und Wahrnehmungsbereich, ein Kreativbereich, ein Werkraum, sowie ein Bewegungsraum.

Religiöse Erziehung findet in unserem Alltag nicht nur durch biblische Geschichten lesen, christliche Lieder singen, Andachten, Kindertagesstätten-gottesdienste  und intensive Zusammenarbeit mit unserem Pastor statt….

...sondern hierbei ist uns als Team wichtig: 

unsere Vorbildfunktion, die Grundlage bildet für den vertrauensvollen Umgang miteinander, die Offenheit in der Begegnung mit der Welt und den Menschen. Gemeinsam den Kindergartenalltag meistern, mit seinen Höhen und Tiefen. Unsere Aufgabe ist es zu beobachten, reflektieren, fordern und fördern, sowie Eltern in Ihrer Erziehung zu beraten und zu unterstützen.

Unsere Kindertagesstätte ist geöffnet:  

Sonderöffnungszeiten:

7.30 Uhr - 8.00 Uhr

12.00 Uhr - 13.00 Uhr möglich

14.00 Uhr - 17.00 Uhr möglich

Betreuungszeiten:

 8.00 Uhr   -  12.00 Uhr    1 Gruppe

 8.00 Uhr   -  14.00 Uhr    1  Gruppe

 8.00 Uhr  -   15.00 Uhr    1 Familiengruppe mit Krippenkindern

 8.00 Uhr  -   16.00 Uhr    1 Familiengruppe mit Hortkindern

Unser Hort ist geöffnet:   

13.00 Uhr - 17.00 Uhr

sowie 7 Wochen Ferienbetreuung in der Zeit von 8.00 Uhr - 17.00 Uhr

Frühdienst ist möglich

Bringzeit:

Die Kinder sollten um 8.30 Uhr in unserer Kindertagesstätte sein, um an der Vollversammlung um 9.00 Uhr teilnehmen können.                                                               

Unsere Schließzeiten:

Während der Sommerferien ist unser Kindergarten in der Regel für drei Wochen geschlossen, zwischen Weihnachten und Neujahr, Betriebsausflug, Mitarbeiterversammlung und außerdem an bis zu fünf Studientagen, sowie einem Brückentag nach Christi Himmelfahrt im Jahr. Die Termine werden rechtzeitig durch Handzettel oder Aushänge bekanntgegeben.

Offene Pädagogik als Antwort auf die veränderte Lebenssituation unserer Kinder und Eltern

Offene Arbeit ist mehr als ein pädagogisches Konzept und erst recht mehr als ein verändertes Raumkonzept. Es handelt sich um eine Grundeinstellung zum Zusammenleben – speziell in der Arbeit mit Kindern.

Im Kern geht es um eine veränderte Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen.

Es geht darum, den Spuren der Kinder zu folgen und nicht gegen ihre Impulse, sondern mit ihnen zu arbeiten. Es geht darum, den Kindern einen Ort der Lebensfreude und des Abenteuers zu bieten, an dem sie Futter für ihre Neugier finden, Gelegenheiten bekommen, ihren Mut zu erproben, und auf Erwachsene treffen, die Zeit für sie haben. 

Die Räume stehen allen Kindern gleichermaßen frei zur Verfügung und werden von ihnen nach eigenen Bedürfnissen und Interessen genutzt. Dennoch ist jeder Raum auch „Stammort“ für je eine Stammgruppe, in dem sich die Kinder und ihre Gruppenerzieherin finden können.

Die „Offene Pädagogik“ gibt den Kindern den Frei- und Erfahrungsraum, den sie für ihre Persönlichkeitsentwicklung brauchen: sich mit Spielkameraden verabreden, sich zurückziehen, sich ausruhen, beobachten oder aktiv sein - und das in unserem gesamten Einrichtung.
Unsere Kinder können die gesamte Kindertagesstätte als Spielbereich nutzen, denn jeder Raum hat seine eigene Funktion, sowie seine Funktionsecken. So haben die Kinder größtmögliche Chancen, nach ihren eigenen Neigungen und Wünschen zu spielen und ihre Umwelt zu erfahren. 
Offenheit bedeutet vor allem für uns Mitarbeiter: offen sein für die Wünsche der Kinder, ihre Entwicklungsstufen, ihre Entfaltungsbedürfnisse.

Die „Offene Pädagogik“ bietet Kindern, Eltern und Mitarbeitern einen Lebens - und Erfahrungsraum zum Wohlfühlen. Unsere verschiedenen Funktionsbereiche führen dazu, dass die Kinder mit viel Eigenständigkeit ihre Ich-, Wir- und Sachkompetenzen entwickeln können und hier spielen und lernen. So ist jeder Tag für die Kinder interessant, spannend und aufregend.
Durch die größtmöglichen Entfaltungsmöglichkeiten erfahren die Kinder eine Bereicherung ihres Umfeldes und werden offener für Neues.

Zur offenen Arbeit gehört weiterhin ein offener Umgang der ErzieherInnen, die durch den wichtigen täglichen Austausch und die gemeinsame Arbeit einen reichen Erfahrungsschatz gewinnen und damit eine hohe Qualität der Arbeit erzielen.

Alle verfügbaren Räume werden als Ganzes gedacht, differenziert gestaltet und genutzt. Den Kindern eröffnet sich damit ein umfangreicheres und vielfältigeres Spielfeld, was wiederum ihre Erfahrungs-, Handlungs- und Entscheidungsspielräume erweitert. Sie können sich je nach Bedürfnis und Interesse dorthin begeben, wo sie das tun können, was für sie gerade von Bedeutung ist. Ohne einander zu stören oder zu behindern.

Qualitätsvolle Offene Arbeit findet zeitweise hinter geschlossenen Türen statt, damit Kinder allein, miteinander oder mit Erwachsenen ungestört agieren können. Eine Tür hinter sich zu schließen, Ruhe zu haben, allein zu sein, das ist ein wichtiges Bedürfnis, dem die Offene Arbeit Raum gibt.

In den offenen Funktionsbereichen gibt es feste Strukturen, Rituale, Verpflichtungen und Grenzen, die die Kinder durch den Alltag begleiten.

Außer Freiräumen benötigen Kinder auch Orientierungshilfen. Deshalb ist in unserem Haus jedes Kind in eine Stammgruppe eingebunden.

Hier treffen sich die Mitarbeiter mit den Kindern am Mittag. Hier können Besonderheiten des Tages besprochen werden, "Sprache geübt werden" über Kommunikation, es wird vorgelesen, erzählt, gesungen und gelacht.

Ein wichtiger Tagesablaufpunkt in unserer Offenen Pädagogik ist neben dem Treffen am Mittag, die Vollversammlung am Morgen. Hier treffen wir uns täglich mit allen Kindern um 9.00 h. In dieser Begrüßen wir uns und beginnen den Tag gemeinsam. Gleichzeitig werden die täglichen festen und freie Angebote vorgestellt, Geburtstag gefeiert, Andachten gefeiert, etc.

Nach Beendigung des Morgenkreises gehen die Kinder in die vorgestellten Angebote. Die Inhalte der Angebote richten sich nach unseren Beobachtungen, sowie den Ideen und Wünschen der Kinder oder sind in Projekte eingebunden.

Nach Absprache mit einer Erzieherin können kleine Spielgruppen auch alleine auf dem Außengelände spielen.

Gleichzeitig mit den Arbeits- und Angebotsgruppen beginnt die Freispielzeit. Hier können die Kinder Angebote in Gruppen wahrnehmen  oder in geöffneten Spielbereichen mit Freunden spielen. Durch Beobachtungen und Austausch unter den Kollegen, haben wir alle Kinder im Blick. Wir laden auch gerne konkret Kinder in Angebote ein, um mit uns und anderen Kindern etwas zu erarbeiten und sich zu verwirklichen.

Leitsätze unserer Kindetagesstätte

Die ev.-luth. Stifts - Kindertagesstätte ist eine Bildungseinrichtung auf der Elementar- und Primärstufe und erfüllt einen von Kirche und Staat anerkannten eigenständigen Auftrag zur Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern. Unsere Einrichtung ist ein Teil des Ev. – Luth. Kirchenkreises Neustadt – Wunstorf. Zu religionspädagogischen Themen arbeiten wir mit der Stiftskirchengemeinde zusammen.

Wir sind offen für alle Kinder. Familien aus allen sozialen Schichten, Religionen und Nationalitäten sind bei uns willkommen.

Unsere ev. Kindertageseinrichtung arbeitet mit Eltern zum Wohle des Kindes partnerschaftlich zusammen und bietet Möglichkeiten zur Mitwirkung und Unterstützung. Sie orientiert sich an den Lebensverhältnissen der Kinder und Familien und reagiert angemessen auf den gesellschaftlichen Wandel und die damit verbundenen Herausforderungen an Familien. Die Mitarbeiter unserer evangelischen Einrichtung ergänzen das Elternhaus in der Verantwortung für die Erziehung der Kinder.

Jedes Kind ist ein Geschöpf Gottes.

Die Würde und der Wert jedes Menschen gründet nicht in seiner Herkunft, seinem Können oder seiner Leistung.

Jedes Kind hat:

  • ein Recht auf Anerkennung,
  • ein Recht auf Vertrauen,
  • ein Recht auf Wertschätzung,
  • ein Recht auf Geborgenheit,
  • ein Recht auf Sicherheit,
  • ein Recht auf Verlässlichkeit,
  • sowie ein Recht auf Respekt.

In unserer Einrichtung verstehen wir Kinder als kompetente Akteure ihres Lernens. In diesem Sinne ist Bildung Selbstbildung. Kinder lernen durch Handeln und Erfahrungen. Durch selbsttätiges Er-forschen und Entdecken werden Lernprozesse angeregt.

Handlungskompetenzen werden erworben und differenziert.

Für uns  MitarbeiterInnen der ev.-luth. Stifts - Kindertagesstätte stehen die Kinder als eigenständige und gemeinschaftsfähige Persönlichkeiten mit ihren jeweiligen Entwicklungsvoraussetzungen im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Wir beteiligen die Kinder ihrem Alter, ihren Interessen und ihrem Entwicklungsstand entsprechend. Wir geben ihnen Zeit dafür und gehen von ihren Stärken, nicht von ihren Schwächen aus.

Dies erreichen wir durch:

  • Sicherheit und Geborgenheit vermitteln,
  • in Projekten, Angeboten und im freien Spiel die Möglichkeit zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten, Neigungen und ihrer Kreativität geben
  • drinnen und draußen Raum für ihr Bewegungsbedürfnis geben
  • ermöglichen, Sozialverhalten zu entwickeln, indem sie lernen, in der Gruppe gut zurechtzukommen, sich durchzusetzen,  Bedürfnisse auszusprechen und gleichzeitig Regeln und Grenzen einzuhalten
  • Gelegenheit geben, durch die Wahl von Spielkameraden, Spielmaterial und Spielort Entscheidungsfähigkeit und Selbständigkeit zu erwerben
  • christliche Inhalte näher bringen
  • in unserem Haus Gelegenheit geben, Freude und Spaß zu erleben
  • ermöglichen, dass ihre gesamte Persönlichkeit gefördert wird.

Freies Spiel und klare Regeln als Hilfe zur Selbständigkeit

Spielen ist die wichtigste Lernform für Kinder. Spielen bedeutet für die Kinder die Eroberung und Verarbeitung ihrer Umwelt.

Im Freispiel können die Kinder alle Fähigkeiten erwerben und ausprobieren, die sie für ihre körperliche, geistige und seelische Entwicklung brauchen. Die Impulse im Spiel gehen vom Kind aus. Wir Erzieherinnen begleiten die Kinder durch Beobachtung und Ermutigung. Wir geben Hilfestellung und suchen gemeinsame Lösungswege für Probleme, die im freien Spiel entstehen können.

Ein Kind braucht neben Wohlfühlen und Geborgenheit, neben Entscheidungsfreiheit und Kräfteentfaltung feste Regeln. Sie geben ihm Sicherheit und helfen ihm, sich zu orientieren. Das Freispiel in unserem Kindergarten garantiert andererseits eine größtmögliche Unabhängigkeit der Kinder von uns Fachkräften.

Jahreszeitliche Aktivitäten, Gestaltung kleiner Feste und  Angebote, die aus der Situation entstehen, bereichern das Freispiel.

Wir Fachkräfte sind im Freispiel für alle Kinder verantwortlich und nutzen es für systematische und gezielte Beobachtungen mit Beobachtungsbögen. Dabei geht es uns nicht nur um die Beobachtung von kindlichen Schwächen und Defiziten, sondern vor allem darum, ihre Stärken und  Fähigkeiten herauszufinden. Die Beobachtungsbögen sind für uns eine Hilfe bei Überlegungen, wie sich ein Kind in den unterschiedlichen Bereichen gezielt fördern lässt, wo wir ihm im Spiel oder bei den Angeboten Impulse geben können und wo es unsere Ermutigung braucht. Auch sind sie für uns eine wichtige Grundlage zur Vorbereitung von  Elterngesprächen.

Für die Kinder besteht in der Zeit von 7.30 h bis 10.45 h die Möglichkeit zum Frühstücken.

Für die Kinder die Ganztags unsere Kindertagesstätte besuchen, besteht am Nachmittag die Möglichkeit eines kleinen Imbiss.

Einmal im Monat bereiten wir gemeinsam mit einigen Kindern ein gesundes Frühstück für alle Kindertagesstättenkinder zu. Hierzu sammeln wir einen Unkostenbeitrag von jedem Kind von zurzeit 1.-€ ein.

Alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung in unserer Einrichtung

In unserer Stiftskindertagesstätte nimmt sowohl die integrative Sprachbildung als auch die Sprachförderung einen besonderen Schwerpunkt ein. Unsere Kinder kommen aus verschiedenen Nationen und bringen vielfältige Muttersprachen und Kulturen mit in unseren Kindertagesstättenalltag. Wir freuen uns über diese Vielfalt und profitieren alle gemeinsam davon.

Die Erzieher unseres Teams wurden über das Fortbildungsprojekt „Wortschatz“ hinsichtlich Sprachentwicklung und Sprachbegleitung geschult.

Durch die diversen Angebote in unseren Rollenspiel-, Kreativ-, Bau- und Experimentierbereichen treten Kinder verschiedener Nationalitäten auf unterschiedlichste Art und Weise miteinander in Kommunikation und erwerben hierbei intuitiv deutsche Sprachkenntnisse.

Zudem müssen Handlungsanweisungen verstanden und umgesetzt werden. Selbstverständlich werden sie von unserem Team hierbei unterstützt, indem vor allem das handlungsbegleitende Sprechen und das „Er-fassen und Be-greifen“ von Wortfeldern mit allen Sinnen im Vordergrund stehen. Die Freude am Sprechen und Erzählen wird zusätzlich durch ein positives, korrektives Feedback gestärkt. Vertrauen  und gegenseitige Wertschätzung sind für uns Voraussetzung und Bestandteil von Kommunikation und gehen einher mit einer ungeteilten Zuwendung zum Kind und seinem jeweiligen Gesprächsinteresse. So schauen wir welche Themen für das jeweilige Kind interessant und im Alltag wichtig sind, denn auf diese Weise erweitern mehrsprachige Kinder relativ schnell ihren Wortschatz, weil diese Wörter für sie von Bedeutung sind. Wir reagieren auf alle Ausdrucksmöglichkeiten (Gestik, Mimik) und ermutigen zu weiteren Äußerungen. Hierbei helfen uns auch zusammenfassende Wiederholungen, das handlungsbegleitende Sprechen und der Austausch über persönliche Erlebnisse und Gefühle. Offene oder Alternativfragen, die nicht mit „Ja oder Nein“ beantwortet werden können, eröffnen einen Dialog, der echtes Interesse signalisiert  und das Wiederholen von Wörtern ermöglicht.

Immer wieder bieten wir Sing-, Klatsch-, Bewegungs-, Finger- und Reimspiele an, die sich hervorragend zur Rhythmus- und Lautwahrnehmung, zur Wortschatzerweiterung und zur Erschließung erster grammatikalischer Regeln eignen. Das dialogische Lesen, auch in mehrsprachigen Bilderbüchern, führen wir in kleinen, gemütlichen Runden durch, in denen die Kinder eine aktive Rolle übernehmen und zum Erzählen angeregt werden. Wiederkehrende Rituale, wie die morgendliche Vollversammlung oder der Abschlusskreis,  in denen wir regelmäßig Sing- und Bewegungsspiele spielen und ein Erzählstein zum Einsatz kommt, ermuntern zum Sprechen und Singen und machen Spaß.

Im Rahmen unserer Beobachtungen und Dokumentationen achten wir darauf, dass die Kinder die sprachlichen Anregungen erhalten, die ihrer Sprachentwicklung und den Förderschwerpunkten entsprechen. Hierbei arbeiten wir auch eng mit externen Experten, wie Fachärzten, Logopäden, Pädagogen der Frühförderung und der Grundschule zusammen.

Abschließend sei erwähnt, dass unser Team sich seiner sprachlichen Vorbildfunktion bewusst ist und einen reichhaltigen Wortschatz mit vielfältigen Satzkonstruktionen benutzt und in der Interaktion mit den Kindern vor allem auf Mimik, Betonung und Sprachgeschwindigkeit achtet.

Wir raten unseren Eltern sich mit ihren Kindern in der Sprache zu unterhalten, in der sie sich flüssig und variationsreich verständigen können. Nur so können Eltern ein gutes Sprachvorbild sein und die Erstsprache kann als notwendige Wurzel zum Erwerb der Zweitsprache genutzt werden.

Die alltagsintegrative sprachliche Bildung richtet sich an alle Kinder in unserer Einrichtung. Kinder deren Familiensprache nicht " Deutsch " ist bzw.  Kinder, die aus bildungsbenachteiligten Familien kommen, profitieren natürlicherweise besonders davon. Beide Gruppen benötigen oftmals eine zusätzliche Unterstützung beim Spracherwerb.

Wir haben in unserer päd. Arbeit festgestellt, dass  Kinder mit einem guten Spracherwerb auch mit viel Spaß und Freude an den Angeboten teilnehmen und  dabei unbewusst hervorragend als Sprachvorbilder fungieren. Ihr Ausdrucksvermögen und ihr Wortschatz werden auf diese Weise ebenfalls gestärkt und erweitert.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen Einblick in unserem Ansatz der  alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung geben konnten.

Vertiefende Informationen zu unserem Ansatz können Sie unserem ausführlichen Konzept "Alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung" in der Ev.-Luth. Stifts-kindertagesstätte hier zu entnehmen.

Projekte: Kinder erleben neue Welten

Projektarbeit bedeutet für uns mehrmals im Jahr eine intensive Auseinandersetzung mit den Kindern zu einem Thema über einen längeren Zeitraum von ca. 4 Wochen. Die Themen für unsere Projekte entwickeln sich aus unserer Beobachtung und Gesprächen mit den Kindern und am christlichen Jahreskreis.

Unsere Erfahrungen mit Projektarbeit sind positiv. Nachhaltige Gespräche zwischen Kindern und Erwachsenen entstehen. Es können viele Kinder einbezogen werden. Ein Gemeinschaftsgefühl über die Stammgruppen hinaus entsteht. Es macht Spaß, sich im Projekt zu entwickeln und zu verwirklichen. Gerne beziehen wir Eltern mit ein. Hier bekommen sie Einblick in unsere konkrete pädagogische Arbeit.

Schulkinderarbeit findet bei uns in der Kindertagesstätte von Anfang des Eintrittes in die Einrichtung statt. In allen Angeboten und Arbeitsgruppen während der Projekte und im Alltag arbeiten wir mit altersgetrennt und altersgemischten Gruppen. Ein regelmäßiges Treffen findet alle 14 Tage statt.

Vernetzt sind wir mit den Grundschulen vor Ort.

Wir sind ein christlicher Kindergarten

Das möchten wir vor allem durch unser tägliches Miteinander leben, geprägt von  gegenseitiger Annahme, Vertrauen, Geborgenheit, Verständnis, Hilfe und Unterstützung. Dazu gehört, dass wir als evangelischer Kindergarten offen sind für Kinder aller Konfessionen und in einem Klima von Toleranz und gegenseitiger Achtung miteinander umgehen.

Eine evangelische Kita hat die Aufgabe, Kinder auch in ihrem religiösen Suchen und Fragen zu unterstützen. Religion gibt Antwort auf die Fragen des Lebens: Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Auf der Basis des christlichen Glaubens sollen Kinder in der Stiftskindertagesstätte gefördert werden, Antworten zu finden.

In einer Atmosphäre von Geborgenheit und Wertschätzung kann jedes Kind Erfahrungen mit Ritualen und Geschichten aus dem Schatz der christlichen Tradition machen. Nach biblischer Erzählung sind alle Menschen nach dem Bilde Gottes geschaffen. Dies bedeutet, dass alle Menschen gleichermaßen erwünscht und wertvoll sind. Hinwendung zu anderen, Selbstvertrauen und Respekt sowie Toleranz gegenüber anderen Religionen können Früchte der religiösen Erziehung sein.

Kinder sollen in einer evangelischen Kita in der Entwicklung ihrer Spiritualität gefördert werden. Sie sollen in Kontakt kommen mit Bildern und Symbolen des christlichen Glaubens. Sie sollen durch das Erzählen biblischer Geschichten ganzheitlich angesprochen werden, und lernen, ihre Vorstellungen über Gott auszudrücken und zu erweitern. Dabei füllen die Geschichten den „Speicher der Seele“ mit inneren Bildern und bereichern die seelischen Kräfte der Kinder.

Kinder können entdecken, dass die Bibel manchmal Antworten auf Fragen gibt, die wir haben – aber manchmal auch Fragen an unser Leben stellt. Daher ist auch der religionspädagogische Arbeitsbereich der Kita mit dem situationsorientierten Ansatz verbunden.

  • Biblische Geschichten helfen zur Lebensbewältigung:
  • Geschichten gegen die Angst – Stärkung des Vertrauens
  • Geschichten vom Heil werden- Stärkung der Hoffnung
  • Geschichten von der Zuwendung zu anderen Menschen- Stärkung der Liebesfähigkeit
  • Geschichten vom Leben in einer Gemeinschaft- Stärkung der Solidarität
  • Geschichten vom Werden- Stärkung der Freude am Wachsen und Schöpferisch sein

Rituale sind in der Kita wichtig, weil sie helfen, eine Ausdrucksform für den Glauben zu finden. Einerseits bieten Rituale einen Gestaltungsspielraum für innere Bilder und Prozesse. Darum werden Rituale gemeinsam mit den Kindern entwickelt und verändert. Andererseits sind Rituale Hilfsmittel, um in das Leben hineinzuwachsen. Sie formen den Menschen von außen nach innen, weil sie Zeiten, Räume und Beziehungen einen festen, verlässlichen Halt geben. Christliche Rituale sollen letztlich dazu beitragen, Geborgenheit in der Liebe Gottes zu finden und Freude am Leben zu entwickeln.

Zur Gestaltung von Ritualen gehören: Musik, Bewegung, Symbole, Gesten, Worte (z.B. ein Segensspruch). Sie fördern die sinnliche Wahrnehmung der Kinder und eine ganzheitliche Annäherung an christliche Inhalte. Die verschiedenen Elemente religiöser Erziehung fließen im täglichen in den Kindergartenalltag ein. Selbstverständlich findet der Rhythmus des Kirchenjahres Beachtung, indem die großen Festzeiten mit theologischer Hilfe gestaltet werden.

Übergangssituationen werden durch Segensrituale begleitet. Das Tischgebet/der Tischspruch zum Mittagessen stellt ein festes Alltagsritual dar, das die Gemeinschaft fördert.
Die Entwicklung der religionspädagogischen Arbeit wird vertieft und unterstützt durch Fortbildungen des Teams zu diesem Themenbereich. feste Bestandteile der religionspädagogischen Arbeit sind:

  • das gemeinsame Feiern christlicher Feste in der Kita oder in der Kirche: Ostern, Advent, Nikolaus, Weihnachten
  • Projekte zu besonderen christlich-ethischen Themen: Wir sind Kinder einer Erde
  • das Erzählen biblischer Geschichten
  • das bewusste Ausgestalten von Ritualen (Beten vor dem Mittagessen; Verabschiedung der Schulkinder mit einem Segensritual)
  • das bewusste religiöse Begleiten von Kindern in Krisen-situationen (Tod, Trauer, schwere Erkrankung in der Familie)
  • das zur Verfügung stellen von Büchern, die den Sinnfragen der Kinder angemessen sind.

Wir sehen unsere Kindertagesstätte als Teil der Gemeinde und möchten diese für Kinder und Eltern erlebbar machen. Dabei werden wir von der Stifts-Kirchengemeinde unterstützt.

Wie wir unsere Arbeit planen, organisieren und durchführen

Eine Kindergartenkonzeption kann unserer Meinung nach immer nur vorläufigen Charakter haben. Das Nachdenken darüber, Veränderungen und Ver-besserungen sind ein Prozess, der im Interesse der Kinder weitergeht und der von uns Fachkräften Kompetenz, Sachwissen, Engagement und Einfühlungs-vermögen erfordert. Wir planen unsere pädagogische Arbeit in der Vorbereitungszeit, in Dienstbesprechungen, an Studientagen und nehmen an Fortbildungsveranstaltungen teil oder reflektieren unsere pädagogische Arbeit in Supervisionen oder Teamcoaching.

Um einen reibungslosen Ablauf des Kindergarten-Alltags zu gewährleisten, sind Absprachen und Planungen besonders wichtig. Ein regelmäßiger Austausch von pädagogischen Inhalten und organisatorischen Fragen findet in täglichen und 14- tägigen Dienstbesprechungen statt.

Täglich findet von  8.15 Uhr - 8.30 Uhr eine Morgenabsprache statt, an der nach Möglichkeit eine Fachkraft aus der Stammgruppe und die Leitung teilnehmen. Hier werden organisatorische Fragen und die Raumbenutzung geklärt.  

In den 14- tägigen Dienstbesprechungen, die in der Regel Dienstags von 15.15 – 18.15 Uhr stattfinden werden organisatorische Fragen, die die gesamte Kindertageseinrichtung betreffen geklärt und pädagogische Themen, Schwerpunkte der pädagogischen Arbeit, Projekte geplant, Reflektiert und neu Formuliert.

Den Mitarbeitern steht eine wöchentliche Verfügungszeit zu, die für die pädagogische Planung, Vorbereitung und Durchführung von Elterngesprächen, Dokumentation von Beobachtungen, usw. zur Verfügung steht.

Kindergartenteam und Eltern

Der Kindergarten versteht sich als familienergänzende und -unterstützende Einrichtung.

Familienunterstützend und -ergänzend heißt zum einen, dass den Kindern Erfahrungsfelder (z.B. Begegnungen mit Gleichaltrigen) angeboten werden, die sie innerhalb der Familie nicht haben würden. Zum anderen bedeutet es, dass Eltern in diesen Institutionen Hilfe und Rat bei Fragen und Problemen in den Bereichen der kindlichen Erziehung, Sozialisation und Entwicklung erhalten können.  Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit, zum Wohle des Kindes.

In einer gut entwickelten Zusammenarbeit erleichtern wir dem Kind den Übergang vom Elternhaus zur Kindertagesstätte. Zum einen stabilisiert sie die Beziehung zwischen beiden Erziehungsfeldern. Zum anderen erleichtert sie dem Kind den Wechsel von einer Bezugsperson zur anderen. In der gegenseitigen, vertrauensvollen Unterstützung entsteht ein wohlwollendes Erziehungsklima, in dem sich das Kind gut entfalten kann.

Eltern und Erzieher stehen im Austausch miteinander, um sich aktiv für das Wohl der Kinder einsetzen zu können.

Hierzu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung

  • Elternabende,
  • Elterncafe,
  • Elterngespräche,
  • Elternmitarbeit,
  • Elternrundbriefe,
  • Elternbeirat,
  • Veranstaltungen in den Stammgruppen und in der Kindertagesstätte

Hiermit möchten wir eine vertrauensvolle Atmosphäre schaffen, den Kontakt zu Eltern herstellen und vertiefen. Durch Hospitationen haben die Eltern die Möglichkeit, unsere pädagogische Arbeit in der Praxis zu erleben.

Außerdem gibt es mit den Eltern

  • gemeinsame Gartenaktionen,
  • Planungen und Vorbereitungen für  Sommer- und Gemeindefeste,

Die Elternbeirat

Am Anfang eines Kindertagesstättenjahres werden pro Gruppe zwei ElternvertreterInnen gewählt. Alle ElternvertreterInnen, sowie Vertreter der Kirchengemeinde, des Ortsrates, einer Fachkraft und der Leitung bilden den Kindertagesstättenbeirat. Dieser trifft sich 3-4 mal jährlich.

Zum Schluss

Wir wünschen uns, dass sie bei Fragen, Wünschen oder Problemen die Leitung oder Fachkräfte ansprechen. Wir versuchen immer  ein offenes Ohr und Zeit für Sie zu haben oder einen Termin für ihr Anliegen zu finden und uns Zeit für sie zu nehmen.

Bei Fragen ihrerseits informieren wir sie gerne über unsere Arbeit oder allgemein über die "Offene Pädagogik ". Sprechen sie uns an.

Wir wünschen uns eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen zum Wohle ihres Kindes der Kinder, das Sie uns anvertrauen. 

Das Kindergartenteam

Anschrift:                  

Stifts - Kindergarten

Stiftsstr. 9 b

Tel.: 05031 / 14323 Fax: 05031 / 779520

kts.stift.wunstorf@evlka.de

www.stiftskirche-wunstorf.de/Stifts-Kita

Leiterin: Sylvia Löhmer-Lenz

Impressum

 

 

 

Adresse: 
Stifts-Kindergarten
Stiftsstr 9b
31515 Wunstorf
Deutschland

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